Thüringen-Tourismus



Die Königlich Bayerischen

Staatseisenbahnen

*2




Externe Quellen im Internet:


*1 externe Seite vom Verein Eisenbahnfreunde Rodachtalbahn e.V.

*2 externe Seite von Jürgen Pepke,Germering,

*3 externe Seite von Jürgen Dill, Schweinfurt,






Ehemalige Eisenbahnstrecke
Rentwertshausen-Römhild


Ich danke an dieser Stelle

Herrn Hans-Joachim Gelszinnis, Römhild †

Stadtmuseumsleiter a.D. in Römhild,

der mir freundlicherweise seine Unterlagen zur Gleichbergbahn zur Verfügung stellte, die hier den Hauptteil des zur Verfügung stehenden Wissens zur Bahn beisteuerten. Auch die hier verwendeten SW-Fotos und Dokumente sind aus seinem Archiv.


Herrn Detlev Floßmann, Westenfeld

Vorsitzender des Heimatvereins Westenfeld

für seine Zuarbeiten zur Station Westenfeld


Herrn Axel Wiese, Römhild

für seine Zuarbeiten zum Bahnhof Römhild,

besonders zum Lokschuppen


Herrn Steffen Walther, Meiningen

für sein Bildmaterial zur Gesamtstrecke

und

Herrn Joachim Schütz, Römhild

für seine Zuarbeiten zum Bahnhof Römhild.

Für Berichtigungen und weiterführende Hinweise bin ich jederzeit dankbar.

Mit der ab 1.Dezember 1874 durchgängigen Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Schweinfurt - Meiningen, die mit Staatsvertrag zwischen dem Königreich Bayern und dem Herzogtum Sachsen-Meiningen vom 21.März 1868 vereinbart wurde, war die Grundlage geschaffen auch das betroffene Umland eisenbahntechnisch zu Erschließen.

So entstanden Stichbahnen von

Ebenhausen nach Bad Kissingen

Rottershausen nach Stadtlauringen*3

Neustadt/Saale - Bischofsheim

Neustadt/Saale - Königshofen*3

Mellrichstadt - Fladungen*3

und im thüringischen Teil die hier behandelte Strecke

Rentwertshausen - Römhild.

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Amtliche Bekanntmachung des Staatsministeriums des Herzogtum Sachsen-Meiningen
zur Eröffnung der Strecke am 25.Oktober 1893 - in mehreren Lokalen Zeitungen wird der 21. Oktober 1893 als Eröffnungstermin genannt.

Die Königlich Bayerische Eisenbahn baute die Strecke, das Herzogtum Sachsen-Meiningen trug die Kosten und die Stadt Römhild mußte 50 000 Mark Kostenanteil und den Grund und Boden für die gesamte Strecke zur Verfügung stellen. Zu den tatsächlichen Kosten für die Stadt sind zwei Angaben wichtig. Zur Eröffnungsfeier wurden 100 000 Mark bewilligte Mittel genannt und der spätere Bürgermeister Griebel gab 140 000 Mark Gesamtkosten an.
Die gesamte Eisenbahnstrecke Rentwertshausen-Römhild war laut Staatsvertrag zwischen dem Königreich Bayern und dem Herzogtum Sachsen-Meiningen vom 30.03.1895 an Staatseigentum von Bayern.

Höhenprofil der Strecke

Da das Personal von der Bayerischen Bahn gestellt wurde, und dieses rein katolisch war, wurde im evangelischen Römhild eine kleine katolische Kirche errichtet.

Für die Stadt Römhild trat durch die Bahn ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. In den Jahren 1899 und 1900 errichtete die Stadt das Städtische Basaltwerk. Dieses baute Basalt in einem Steinbruch am Großen Gleichberg ab und das gewonnene Material wurde über eine Seilbahn der Brecheranlage direkt am Bahnhof zugeführt.

Gemischter Zug (Gmp) mit bayerischen Fahrzeugen kurz vor Römhild

Mit dem durch Verkauf des Basaltschotters erlangten Geld konnte die Stadt den Kredit von 400 000 Mark, den sie zur Errichtung des Basaltwerkes aufnahm, bis 1906 zurückzahlen. Mit den weiteren Einnahmen errichtete sie ein Elektrizitätswerk, das den Strom für das Basaltwerk, die Stadt Römhild und die Gemeinden Milz und Haina lieferte. Weiterhin pflasterte sie die Straßen der Stadt, verbunden mit der Anlage von Gehsteigen und der Erweiterung der Kanalisation, und selbst in den Kriegsjahren des 1. Weltkrieges war sie in der Lage ein beachtliches Schulgebäude zu errichten.

In der Zeit der Nazi-Herrschaft wurden dem Steinbruch KZ-Häftlinge als Arbeitskräfte vom KZ-Buchenwald zugeführt. Mit den herrschenden Arbeitsbedingungen für die Häftlinge und den Behandlungen durch das Wachpersonal, die Toden zeugen davon, bleibt der Stadt ein dunkles Kapitel in der Geschichte nicht erspart.

Fahrplan der Strecke , ein Auszug aus dem amtlichen Reichsbahn-Kursbuch von 1944

Durch die Grenzziehung nach dem 2.Weltkrieg wurde die Verbindung zwischen Rentwertshausen und dem bayerischen Mühlfeld unterbrochen. Dadurch befuhren die Züge von nun an die komplette Strecke Meiningen-Römhild. Als Loks waren vorwiegend die Baureihen 93 und 86 eingesetzt. Am 28.09.1968 wurde der Personenverkehr und am 06.01.1970 auch der Güterverkehr zwischen Rentwertshausen und Römhild eingestellt. Der Abbau der Strecke begann 1972 und 1973 war letztmalig mit einer Diesellok der BR 106 ein Zug auf der Strecke - der Abbauzug.

Der Haltepunkt Haina und der Lokschuppen in Römhild sind die einzigen noch erhaltenen Gebäude der Strecke, wenn man von den schon vorher vorhandenen Bahnhof Rentwertshausen der Strecke Schweinfurt-Ritschenhausen-Meiningen absieht.



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letzte Änderung: 23.01.2010